Tierheim Lahr in Finanznot

Veröffentlicht am 30.11.2016 in Pressemitteilungen
 

„Durch viele neue Aufgaben und die massive Inanspruchnahme des Tierheims steuern wir leider auf einen finanzielle Engpass zu", dass berichtete Martin Spirgatis, Vorsitzender des Tierschutzvereins, Lahr dem SPD-Bundestagsabgeordnetem Johannes Fechner, der sich bei einem Vorort-Besuch über die Arbeit des Tierschutzvereins in Lahr informierte. Derzeit mache das Tierheim Lahr wegen zahlreicher neuer zu finanzierenden Aufgaben jährlich durchschnittlich 30.000 € Verlust, die aus der Vereinskasse dem Tierheimbetrieb zugeschossen werden müssen. "Die Rücklagen reichen noch für vielleicht zwei Jahre", schätzt Spirgatis. Er geht davon aus, dass in Zukunft höhere Zuschüsse von den elf Gemeinden in der südlichen Ortenau nötig sind, die derzeit die Leistungen des Tierheims in Anspruch nehmen. 

Seit zwei Jahren erhält der Lahrer Tierschutzverein einen Euro pro Einwohner von den Gemeinden. "Der Deutsche Tierschutzbund empfiehlt inzwischen eine Beteiligung der Kommunen von min. 1,50 € pro Einwohner und Jahr. Wenn das auch unsere Gemeinden bezahlen könnten, würde dies den Tierheimbetrieb angemessen unterstützen". In mehreren Bundesländern haben einzelne Gemeinden diese Förderung schon beschlossen und somit die örtlichen Tierheime vor der Schließung bewahrt.
Grund für den gestiegenen Finanzaufwand ist etwa, dass Tierhalter die Leistungen des Tierheims nicht bezahlen oder sogar unter Vorspiegelung falscher Tatsachen das Tierheim betrügen. Wenn etwa entlaufene Tiere vom Tierschutzverein aufgenommen werden und dem Eigentümer dann der Aufwand wie z.B. Tierarztkosten in Rechnung gestellt wird, kommt es immer öfter vor, dass diese Kosten nicht bezahlt werden. So kam es 2015 zu einem Ausfall von knapp 5000 €. Und in 2016 ist der Betrag min. genauso hoch. Auch muss der Tierschutzverein auf immer neue Herausforderungen reagieren und neue Einrichtungen schaffen. So musste ein spezieller Kühlschrank angeschafft werden, weil dieses Jahr auffällig viele Schildkröten aufgenommen werden mussten, die nur bei 4° gekühlt überwintern können. Tierarztkosten steigen ebenfalls stetig und machen pro Jahr stattliche 50.000 € aus. Die immer höheren Tierarztkosten bat Martin Spirgatis Fechner dadurch zu reduzieren, dass der Bundestag in der Honorarordnung der Tierärzte eine Möglichkeit vorsieht, dass Tierärzte Tierschutzvereinen freiwillig mehr entgegenkommen dürfen und ihre Leistungen günstiger als eigentlich verpflichtet abrechnen können. Fechner lobte das große Engagement des Tierschutzvereins. Rund um die Uhr stehen diese für Tiere in Not und damit auch für ihre Menschen parat. So werden etwa 120 Hunde, 400 Katzen und zahlreiche weitere Heimtiere jedes Jahr gefunden und beim Tierschutzverein abgegeben, von diesem abgeholt oder auch mit großem personellem Aufwand eingefangen.

 

 
 

Homepage Dr. Johannes Fechner

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Der mögliche Einsatz von bewaffneten Drohnen wirft viele wichtige Fragen auf. Ist es verantwortbar, sie unter engen Voraussetzungen und unter den Regeln des Völkerrechts einzusetzen, um das Leben von Soldatinnen und Soldaten im Auslandseinsatz zu schützen?

Als SPD stehen wir bei der Beantwortung in einem Spannungsfeld zwischen zwei unserer zentralen Grundsätze: "Nein" zu Aufrüstung und "Ja" zum bestmöglichen Schutz unserer Truppen.

Wir wollen deshalb gemeinsam mit euch und SPD-Fachpolitiker*innen intensiv die verschiedenen ethischen, rechtlichen und sicherheitspolitischen Aspekte dieser Frage beleuchten. Diskutiert mit:

Gute Nachrichten für 430.000 Beschäftigte und ihre Familien in Baden-Württemberg übermitteln SPD-Parteivorsitzende Saskia Esken und SPD-Landesvorsitzender Andreas Stoch: "Von einem Mindestlohn von 12 Euro werden sehr viele Menschen profitieren. Mehr Einkommen, mehr Sicherheit, aber auch mehr Kaufkraft und mehr Wohlstand und damit eine bessere Zukunft."



Laut Daten des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans-Böckler-Stiftung (WSI) gab es im Jahr 2020 430.000 Vollzeitbeschäftigte in Baden-Württemberg mit einem Einkommen von unter 2284 Euro brutto, also mit einem Stundenlohn von unter 12 Euro. "Genau diese hart arbeitenden Menschen werden von der Anhebung des Mindestlohns profitieren", so Saskia Esken.



Die Studie zeigt darüber hinaus, dass Frauen häufiger im Niedriglohnsektor beschäftigt sind als Männer. In Baden-Württemberg beträgt der Anteil der Beschäftigten im Niedriglohn insgesamt 13,7 Prozent, doch die Frauen sind zu 22,4 Prozent und damit fast doppelt so häufig betroffen. "Die Erhöhung des Mindestlohns ist damit auch eine längst überfällige Gleichstellung der Arbeit von Männern und Frauen", stellt Andreas Stoch am Samstag im Rahmen des politischen Jahresauftakts der SPD Baden-Württemberg heraus. "Gerade in Zeiten, in denen wir um jede einzelne Fachkraft kämpfen, darf das Geschlecht keinen Unterschied machen in der Entlohnung von Arbeit", hält Saskia Esken fest. Die Landesspitze der SPD Baden-Württemberg kam am Freitag und Samstag zu ihrem Spitzentreffen und politischen Jahresauftakt zusammen.

Die 22 Bundestagsabgeordneten aus Baden-Württemberg haben einen neuen Vorsitz gewählt: Martin Gerster aus Biberach wird als Vorsitzender die Landesgruppe anführen, stellvertretende Landesgruppenvorsitzende sind Derya Türk-Nachbaur aus Schwarzwald-Baar und Isabel Cadmartori aus Mannheim. Herzlichen Glückwunsch!

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